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1.2604 (besser als 1.2235)

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Artikelnummer::
4-5-6
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Ein sehr zäher und trotzdem verschleißfester Werkzeugstahl, der optimal auf die gewünschte Härte und Zähigkeit eingestellt werden kann. Perfekt für kräftige Arbeitsmesser, Haumesser, Macheten, Schwerter, Bushcraft Messer etc. Lesen Sie mehr..

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In der Messermacherscene ist der 1.2235 ein weit verbreiteter Stahl, wenn es um die Herstellung von robusten Arbeitsmessern oder Haumessern geht. Das wäre nicht der Fall, wenn der 1.2235 nicht ein ausgezeichneter Stahl für dieses Einsatzgebiet wäre.

Trotzdem bin ich im Laufe meiner Tätigkeit als Messerschmied auf einen Stahl gestoßen, der noch deutlich besser für das oben genannte Einsatzgebiet geeignet ist, als der 1.2235.

Den 1.2604 / 73WCrMoV2-2

Den Grund dafür, dass der 1.2604 weitestgehend unbekannt ist, sehe ich in erster Linie darin, dass in der Großindustrie häufiger der günstigere 1.2235 nachgefragt wird. Der 1.2604 wird demnach nur selten produziert und ist relativ schwer zu bekommen. 

Welche Vorzüge bietet der 1.2604 gegenüber dem 1.2235:

- Er erreicht die gleiche Arbeitshärte und Zähigkeit wie der 1.2235, bietet dabei aber, aufgrund der kleineren und härteren Wolframkarbide, eine bessere Verschleißfestigkeit. Bei gleicher Härte und Zähigkeit, bleibt er also länger scharf als der 1.2235.

- Durch die Zugabe von 0,3% Molybdän kann der Stahl im gesamten Temperaturbereich zwischen 180 °C und 400 °C angelassen werden, ohne den Effekt der Blausprödigkeit (Verlust von Härte und Schlagzähigkeit zwischen 220 °C und 360 °C) befürchten zu müssen. Dadurch kann man den Stahl individuell auf die gewünschten Härte- und Zähigkeitswerte einstellen. Oberhalb von 220 °C Anlasstemperatur büßt der 1.2235 hingegen einen Großteil seiner Schlagzähigkeit ein (niedrigste Schlag- und Kerbschlagbiegearbeit hat der Stahl bei ca. 260 °C).

Diese Eigenschaften machen den Stahl für mich zur ersten Wahl, wenn es um robuste Arbeitsmesser, kräftige Haumesser, Macheten, Schwerter, Bushcraft Messer oder Ähnliches geht, die in erster Linie zäh, robust und verschleißfest sein sollen.

Gleichzeitig kann der Stahl auch für fehlerverzeihende und robuste Küchenmesser verwendet werden.

Ich selber biete keinen Härteservice für die von mir verkauften Stähle an. Allerdings kann ich uneingeschränkt den Härteservice meines Kollegen Jürgen Schanz empfehlen. Er arbeitet mit einer sehr erfahrenen Härterei zusammen, die auch anspruchsvolle Wärmebehandlungen exakt nach Kundenwunsch durchführt. Kontaktieren Sie Jürgen Schanz im Bedarfsfall direkt über sein Kontaktformular.

Achtung! Das Flachmaterial in 9,3mm ist durch die Schlagschere teilweise stark verzogen. Für Stock Removal müsste es zuvor gerichtet werden.

Verfügbare Abmessungen:

3,2x40x675mm

3,2x60x675mm

9,3x40x610mm

9,3x60x610mm

Gewicht:

3,2x40x675mm = 670g

3,2x60x675mm = 1050g

9,3x40x610mm = 1810g

9,3x60x610mm =2690g

Zusammensetzung:

Kohlenstoff:              0,755       

Silizium:                   0,25      

Mangan:                   0,54                 

Chrom:                     0,53

Molybdän:               0,30

Vanadium:               0,204

Wolfram:                 0,51

Phosphor:                0,007

Schwefel:                0,004       

Herstellungsmethode:

Schmelzmetallurgisch

Korrosionsbeständigkeit:

Nicht rostfrei

Zustand:

Gewalzt, geglüht, gestrahlt

Besonderheiten:

Die Streifen sind mit der Schlagschere geschnitten und können daher minimalen Verzug aufweisen, der sich jedoch leicht richten lässt.

Die Streifen in 9,1mm Stärke weisen teils starken Verzug auf.

Empfohlene Wärmebehandlung:

Schmieden: Formschmieden (starke Umformung) zwischen 1100 °C und 850 °C. Feinschmieden (geringe Umformung) zwischen 850 °C und 750 °C.

Normalisieren: 2x auf 840 °C aufwärmen und sofort an der Luft auf unter 721 °C (Ar1) abkühlen lassen. Dann 3x auf 800 °C aufwärmen und sofort in Öl abschrecken, bis die Glühfarbe verschwunden ist.

Weichglühen: Ca. 30 Min auf 710 °C halten, dann Ofenabkühlung.

Härten: 820 °C (6-8 Min Haltezeit)

Abschrecken: Öl, AAA-DA oder Durixol V35

Anlassen: 180 °C bis 400 °C. 2x je eine Stunde, zwischendurch Wasserkühlung (360-400 °C für Federhärte).

Erreichbare Härte: 58-62 hrc (Anlassen bei 180 °C = ca. 62 hrc / Anlassen bei 300 °C = .ca. 58 hrc).

Anmerkung: Eine Tiefkühlbehandlung (-70 °C) zwischen dem Härten und Anlassen kann den Restaustenitgehalt senken und so bei gleicher Zähigkeit die Arbeitshärte erhöhen.

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